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    Mehr Geld für Musikschulen

    Mehr Geld für Musikschulen

    Honorarerhöhung ersetzt keinen Tarifvertrag

    Für Honorarverbesserungen der Berliner Musikschullehrkräfte wurden auf Vorschlag der Senatsverwaltung für Kultur für dieses Jahr weitere 2,2 Millionen Euro und für nächstes 6,5 Millionen zusätzlich in den Haushalt 2020/2021 eingestellt. Diese Millionen sollen über eine neue Ausführungsvorschrift Honorare Musikschulen ab August zu einer Erhöhung von ca. 30 Prozent führen.

    »Ein richtiger Schritt«, so ver.di-Fachbereichsleiter Andreas Köhn, »aber leider sehr spät. Eine einseitige Honorarerhöhung ersetzt keinen Tarifvertrag, verbessert nicht die soziale Gesamtsituation im Hinblick auf dauerhafte Beschäftigung und wirtschaftliche Absicherung«. Das Ergebnis sei nur durch den Druck der Berliner Musikschullehrkräfte und dank eines wachsenden gewerkschaftlichen Organisationsgrades zustande gekommen. Wesentlich war auch die Unterstützung des Landesmusikrats Berlin, der Deutschen Orchestervereinigung, der Landeslehrervertretung der Berliner Musikschulen sowie des Berliner Musikschulbündnisses und Abgeordneten von Bündnis90 / Die Grünen, LINKE und SPD. »Also einem breiten Bündnis, dem die musikalische Bildung und kulturelle Entwicklung Berlins wichtig ist«, konstatiert Köhn.

    Zur Erhöhung des Anteils festangestellter Musikschullehrkräfte wurden für beide Jahre je 2 Millionen Euro zusätzlich eingeplant. »Das ist nun wirklich ein sehr kleiner Schritt, sich der ver.di Forderung von 80 Prozent, dem bundesdeutschen Durchschnitt entsprechenden Festanstellungen, auch nur ansatzweise zu nähern«, meint Köhn. »Der Druck seitens der Betroffenen darf nicht nachlassen, um dieses Ziel zu erreichen«.

    Ein Artikel aus:

    Fachgruppe Theater+Bühnen der ver.di
    © ver.di

    SPRACHROHR 1/2020