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    Ein Video zur Anregung

    Ein Video zur Anregung

    Brief und Film an die Abgeordneten
    im Abgeordnetenhaus von Berlin und in den BVVen vom 2. Mai 2019

    Sehr geehrte Abgeordnete im Abgeordnetenhaus von Berlin und in den BVVen,

    mit diesem Video möchten wir an die prekäre soziale Situation der freiberuflichen Lehrkräfte an den Berliner Musikschulen erinnern, die mehrheitlich der Altersarmut entgegengehen, und Ihre Unterstützung erbitten.

    Nach wie vor werden ca. 80 Prozent des Unterrichts an unseren Musikschulen von Honorarkräften erteilt, die über ein abgeschlossenes Studium an einer Musikhochschule verfügen. Ihnen wurde im Koalitionsvertrag ein Tarifvertrag für Honorarkräfte gemäß §12a TVG in Aussicht gestellt. Bisher gibt es darüber aber nicht einmal Verhandlungen, da die TDL bisher ihre Zustimmung verweigert hat. Deshalb fordern wir – als Übergangslösung, für die der Senat die Zustimmung der TdL nicht braucht – eine sofortige spürbare Honorarerhöhung.

    Das derzeitige Honorar beträgt 24,21 Euro pro Unterrichtseinheit, darin eingeschlossen ist die gesamte Vor- und Nachbereitung. Davon müssen Betriebsausgaben (z.B. Instrumenten- und Notenkäufe) abgezogen werden. Vom Rest sind Kranken- und Rentenversicherung an die KSK abzuführen und dann (falls das verbleibende Jahreseinkommen überhaupt die entsprechende Höhe erreicht) Steuern zu zahlen.

    Musikschullehrerin/Musikschullehrer ist kein Nebenjob –
    wer aber hauptberuflich von diesem Honorar lebt, lebt prekär.


    Bitte setzen Sie sich mit uns dafür ein,
    dass im kommenden Haushalt Mittel für eine deutliche Honorarerhöhung eingestellt werden!

    Mit freundlichen Grüßen

    Andreas Köhn
    ver.di Fachgruppe Musik Berlin-Brandenburg
      www.musik.verdi.de/regional/berlin-brandenburg

    Dirk Strakhof
    Landeslehrervertretung der Berliner Musikschulen LBM e. V.
    www.lbm-online.de