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    Warnstreik: Kreismusikschule Dreiländereck in Löbau

    Warnstreik: Kreismusikschule Dreiländereck in Löbau

    Fachgruppe Musik der ver.di KMS Kreismusikschule Dreiländereck  – Löbau

    ver.di ruft die Beschäftigten für den 21. Juni 2018
    ganztägig zum Arbeitskampf für einen Haustarifvertrag auf

    »Die Beschäftigten wollen sich nicht weiter mit dem tariflosen Zustand und den miesen Gehältern an der Musikschule abfinden«, so Michael Kopp, ver.di-Landesbezirksfachbereichsleiter Medien, Kunst und Industrie.

    ver.di hatte die Geschäftsführung der Kultur- und Weiterbildungsgesellschaft mbH und den Landkreis Görlitz als Gesellschafter mehrfach zu Haustarifverhandlungen für eine Anerkennung des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst (TVöD) aufgefordert.

    »Eine Musikschule in öffentlichen Trägerschaft muss sich auch im ländlichen Raum am TVöD orientieren«, sagt Kopp. Die Differenz beim Gehalt beträgt bei den meisten Musikschullehrern zwischen 500 Euro bis deutlich über 1.000 Euro im Monat. Die Jahressonderzahlung wird ebenfalls nicht gezahlt.

    Die Beschäftigten haben kein Verständnis dafür, dass Landrat Bernd Lange (CDU) die Aufnahme von Haustarifverhandlungen blockiert. »Das sei bei der politischen und finanziellen Situation in Sachsen absolut nicht mehr zeitgemäß«, kritisiert ver.di-Vertreter Michael Kopp mit Verweis auf die bevorstehenden Landtagswahlen.

    Wir hoffen, dass die Botschaft von der Arbeitgeberseite verstanden und ver.di unverzüglich zu Verhandlungen eingeladen wird.

    Leider lässt es sich wegen der Verhandlungsverweigerung nicht vermeiden, dass es zu Unterrichtsausfall kommt. Dafür bitten wir die betroffenen Schülerinnen und Schüler sowie die Eltern um Verständnis.

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    Die Pressemeldung der ver.di Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen vom 21. Juni 2018 kann als pdf-Datei hier geladen werden.