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    Aktuelles zur Corona-Situation

    Aktuelles zur Corona-Situation

    Baden-Württemberg:
    Aktuelles zu Corona für Musikschullehrerinnen und -lehrer

    Die Pandemielage ist weiterhin sehr ambivalent. Neue Mutanten des Coronavirus wie die britische, die afrikanische, die brasilianische und die kalifornische Variante verbreiten sich, lassen die Inzidenzzahlen steigen und erhöhen das Risiko, sich auch bei der Arbeit zu infizieren. Haben Musikschullehrer, wenn sie Präsenzunterricht geben, ein Recht auf Impfung? Wie ist es bei den Kooperationen? Müssen wir wieder in Präsenz unterrichten, auch wenn wir noch nicht geimpft sind? Diese und ähnliche Fragen erreichen uns im Moment täglich.

    Wie ist die aktuelle Situation?

    Die neueste Corona-Verordnung in Baden-Württemberg regelt, dass an Musikschulen bei einem stabilen Inzidenzwert unter 50 wieder Einzelunterricht und Gruppenunterricht mit bis zu 5 Kindern bis einschließlich 14 Jahren erlaubt ist. Steigt die Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen auf über 50, darf kein Präsenzunterricht mehr erteilt werden sondern nur noch Online-Unterricht (außer in der Abitur- und Studienvorbereitung). Seit Anfang März finden schon wieder die KITA-Kooperationen (Singen-Bewegen-Sprechen) statt, ab 15. März 2021 sind bei vollem Präsenzunterricht der Klassenstufen 5 und 6 auch wieder Schulkooperationen (Bläser-/Streicherklassen etc.) möglich. Grundsätzlich entscheiden über Öffnung oder Schließung die örtlichen Gesundheitsämter.

    Bin ich impfberechtigt?

    In die Liste der impfberechtigten Personengruppen des Ministeriums für Soziales und Integration sind unter Punkt 17 die Personen aufgeführt, die in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege, hauptamtlich in Einrichtungen und aufsuchenden Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe und als Schullehrkräfte/Mitarbeitende an Schulen (Grund-, Werkreal-, Gemeinschafts-, Haupt- und Realschulen, Gymnasien, SBBZ, berufliche Schulen, Grundschulförderklassen sowie Schulkindergärten) mit unmittelbarem Kontakt zu Kindern und Jugendlichen/Schülerinnen und Schülern sowie weiteren zu betreuenden Personen tätig sind.

    Musikschullehrerinnen oder -lehrer in Kooperationen werden hier zwar nicht explizit genannt. Als Mitarbeitende an Schulen bzw. Kindertagesstätten sind sie aber ebenfalls impfberechtigt.

    Wir von der Landesfachgruppe Musik gehen sogar weiter: Wir sind der Meinung, dass die Impfberechtigung auf alle Musikschullehrkräfte ausgeweitet werden müsste.
    Denn: Musikschulen sind in Baden-Württemberg als Bildungseinrichtungen anerkannt und Musikschullehrkräfte stehen in unmittelbarem Kontakt zu Kindern und Jugendlichen, Schülerinnen und Schülern.

    Was kann ich tun?

    Um sich impfen zu lassen, braucht man eine Bescheinigung des Arbeitgebers, die beim Impftermin vorgelegt werden muss. Manche Musikschulen stellen ihren Lehrerinnen und Lehrern das benötigte Formular aus, andere tun sich dabei schwer. In einem solchen Fall sollte man beim Schulträger wie z.B. der Stadtverwaltung / der Personalabteilung, beim Personalrat/Betriebsrat oder der Kooperationseinrichtung (Kindergarten oder Schule), dem Leiter der Kulturabteilung, dem Betriebsarzt, dem eigenen Hausarzt oder der örtlichen ver.di-Vertretung nachfragen.

    Muss ich in Präsenz unterrichten, auch wenn ich nicht geimpft bin?

    Grundsätzlich ja; der Arbeitgeber muss allerding dafür sorgen, dass die infektionsschützenden Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus (Corona-Verordnung des Ministeriums für Soziales und Integration Baden-Württemberg) eingehalten werden. Sollte das nicht der Fall sein, können auch hier Personalrat/Betriebsrat, Betriebsärzte und gegebenenfalls Ordnungs- und Gesundheitsamt zur Überprüfung miteinbezogen werden.

    Außerdem wurde die Corona-Arbeitsschutzverordnung des Bundes bis Ende April verlängert, die u.a. den Arbeitgeber dazu verpflichtet, betriebliche Hygienekonzepte zu erstellen und umzusetzen und Homeoffice anzubieten, wobei die Beschäftigten nicht verpflichtet sind, Homeoffice zu nutzen, schon gar nicht, wenn Arbeitsmittel hierfür nicht zur Verfügung gestellt werden.

    Das tut ver.di

    Die Landesfachgruppe Musik bemüht sich zusammen mit den Hauptamtlichen darum, die Dinge mit den zuständigen Ministerien zu klären. Entsprechende Anfragen an das Kultus- und das Sozialministerium wurden gestellt. Leider lassen die Antworten noch auf sich warten. Sobald es hier Neues gibt, werden wir euch an dieser Stelle darüber informieren.