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    Newsletter 1/2021

    Newsletter 1/2021

    Liebe Kollegin,
    lieber Kollege,

    die Bundestarifkommission für den öffentlichen Dienst (BTK ö.D.) hat heute (10. März 2021) in einer Videokonferenz ausführlich über die anstehende Tarif- und Besoldungsrunde für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder beraten. Die Verhandlungen zwischen ver.di und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) finden im Oktober und November 2021 statt. Sie betreffen über 800.000 Tarifbeschäftigte der Länder und rund 1,4 Millionen Beamtinnen und Beamte der Länder und Kommunen.

    Kampfansage der Arbeitgeber

    Der frühe Auftakt und eine gute Vorbereitung der Tarifrunde sind dringend nötig: Die Pandemie, die uns seit einem Jahr fest im Griff hat, und die wirtschaftlichen Folgen der Krise sind keine einfache Ausgangssituation für die Verhandlungen im Herbst.

    Richtig schwer wiegt aber die Kampfansage der TdL, die das gesamte Eingruppierungssystem betrifft – der Angriff auf den Arbeitsvorgang. Die TdL will den Arbeitsvorgang zum Kernthema der Tarif- und Besoldungsrunde machen. Die Arbeitgeber erwarten Zugeständnisse, die nichts anderes bedeuten als dass die Axt an die bisherigen Regelungen der Eingruppierung von Beschäftigten gelegt wird. Für ver.di ist klar, dass wir uns gegen jede Form der Schlechterstellung von Beschäftigten stemmen müssen. Das schaffen wir nur gemeinsam! Handeln.

    Für morgen!

    Die TdL hat angedroht, ohne eine Verständigung beim Thema Arbeitsvorgang über Tarifforderungen gar nicht erst zu verhandeln. Aus dem Applaus für Beschäftigte vom Beginn der Pandemie sind Drohungen geworden! Kommen die Arbeitgeber mit ihrem Ansinnen durch, drohen künftig in vielen Bereichen schlechtere Eingruppierungen. Dies gilt es abzuwehren!

    Um in dieser Tarifrunde erfolgreich sein zu können, müssen so viele Kolleginnen und Kollegen wie möglich mitmachen! Vor Ort haben die Kolleginnen und Kollegen von ver.di schon auszuloten begonnen, in welchen Bereichen am besten Druck entfaltet werden kann. Für Unikliniken gilt dies flächendeckend. In fast allen Regionen sollen auch die Beschäftigten im Straßenbau und in den IT-Bereichen besonders im Fokus stehen. In den Stadtstaaten Bremen, Hamburg und Berlin ist es der Sozial- und Erziehungsdienst. In einzelnen Regionen gibt es spezielle Schwerpunkte und weitere kommen hinzu.

    Im letzten Jahr haben wir viele Formen der Kommunikation und von Aktionen erprobt. Das hilft uns heute und in dieser schwierigen Tarif- und Besoldungsrunde weiter. Aber ohne Beteiligung funktioniert es nicht.

    Macht mit,
    beteiligt euch an der Forderungsdiskussion und an der Durchsetzung eurer berechtigten Interessen!

    Unter https://unverzichtbar.verdi.de findet ihr in den nächsten Wochen eine Vielzahl von Informationen zur Tarifrunde und Hinweise, wo und wie ihr euch beteiligen könnt – sei es bei (digitalen) Branchenkonferenzen oder Konferenzen für verschiedene Beschäftigtengruppen, als Tarifbotschafterin oder -botschafter, bei der Forderungsdiskussion oder bei der Vorbereitung von Warnstreiks in den ver.di-Bezirken.

    Also: Mach mit – es ist Deine Tarifrunde und es sind Deine Arbeitsbedingungen. Für heute und morgen!

    Christine Behle
    stellvertretende ver.di-Vorsitzende

    Der Newsletter 1/2021 ...

    Fachgruppe Musik der ver.di
    © ver.di

    ... und die Tarifinfo 1/2021 ...

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