Nachrichten

    Protest gegen prekäre Arbeitsbedingungen am Weltlehrertag

    Protest gegen prekäre Arbeitsbedingungen am Weltlehrertag

    ver.di Fachgruppe Musik Berlin/Brandenburg T. Lobenwein Demonstration am 5. Oktober 2016  – am Brandenburger Tor
    ver.di Fachgruppe Musik Berlin/Brandenburg T. Lobenwein Demonstration am 5. Oktober 2016  – am Brandenburger Tor
    ver.di Fachgruppe Musik Berlin/Brandenburg T. Lobenwein Demonstration am 5. Oktober 2016  – am Brandenburger Tor
    ver.di Fachgruppe Musik Berlin/Brandenburg Franziska Stoff Demonstration am 5. Oktober 2016  – am Brendenburger Tor

    Prekäre Arbeit
    im öffentlichen Auftrag muss beendet werden

    Berlin, 5. Oktober 2016: Anlässlich des Weltlehrertages haben heute rund 100 Honorarlehrkräfte vor dem Brandenburger Tor demonstriert. Mit kreativen Aktionen wiesen die Lehrkräfte an Musikschulen, Volkshochschulen, in Sprach- und Integrationskursen und an Hochschulen auf ihre prekären Arbeitsverhältnisse hin und forderten eine Entlohnung analog zu der Bezahlung fest angestellter Lehrkräfte, eine bessere Absicherung bei Krankheit und gegen Altersarmut.

    ver.di Fachgruppe Musik Berlin/Brandenburg Franziska Stoff Demonstration am 5. Oktober 2016  – am Brandenburger Tor

    Die Dozentinnen/Dozenten verdienen im besten Fall halb so viel wie fest angestellte Lehrkräfte mit vergleichbarer Tätigkeit. Nach 30 Jahren Arbeit erwartet eine Honorarlehrkraft eine Rente von rund 500 Euro im Monat. Honorarbeschäftigte bekommen keine Arbeitgeberzuschüsse zur Krankenversicherung und zur Rentenversicherung. Auch gegen Lohnausfälle durch Krankheit sind sie nicht abgesichert.

    »Honorarlehrkräfte sollten im Regelfall fest angestellt werden. Zumindest muss das Honorar äquivalent zur Entlohnung fest angestellter Dozentinnen und Dozenten sein«, sagte Susanne Stumpenhusen, ver.di-Landesbezirksleiterin. Dazu müsse der Senat die notwendigen Mittel bereitstellen und entsprechend auf die Hochschulen und die Bezirke, die Träger der Musikschulen und Volkshochschulen sind, einwirken. Auch das Bundesministerium des Inneren als Auftraggeber der Integrationskurse für Geflüchtete sehen die Gewerkschaften weiter in der Pflicht.

    Zur Aktion am heutigen Weltlehrertag haben diverse Organisationen, darunter auch ver.di, aufgerufen.
    ----------
    zur Pressemeldung der ver.di Berlin/Brandenburg vom 5. Oktober 2016

    ______________________________________________________________

     

    Aufruf zur Demonstration am 5. Oktober 2016 | ver.di Fachgruppe Musik Berlin/Brandenburg GEW/ver.di Aufruf zur Demonstration  – am 5. Oktober 2016 | Teaserbild

    Berlin, 30. September 2016: Tausende Lehrkräfte arbeiten in Berlin unter prekären Bedingungen, seien es Dozentinnen/Dozenten an Musikschulen und Volkshochschulen, in den Sprachenzentren der Hochschulen oder in den Integrationskursen für geflüchtete Menschen.

    Diese akademisch gebildeten Lehrkräfte müssen sich von Honorarjob zu Honorarjob hangeln, und verdienen oft nur halb so viel, wie fest angestellte Lehrkräfte mit vergleichbarer Tätigkeit.

    Am Weltlehrertag planen Dozentinnen und Dozenten einen kreativen Protest gegen ihre Arbeitsbedingungen.

    Die Protestaktion gegen prekäre Arbeitsbedingungen findet am Weltlehrertag, Mittwoch, 5. Oktober 2016, um 14:00 Uhr an der Ecke Wilhelmstraße / Unter den Linden (Pariser Platz) statt.

    Weitere Informationen

    ----------
    zur Pressemeldung der ver.di Berlin/Brandenburg vom 30. September 2016

      

    rbb: Von Honorarjob zu Honorarjob

    Von Honorarjob zu Honorarjob

    Prekäre Bedingungen für tausende Lehrkräfte

    Der Weltlehrertag steht in diesem Jahr unter dem Motto »Lehrkräfte wertschätzen, ihren Status verbessern!«. Tausende Lehrkräfte arbeiten in Berlin unter prekären Bedingungen, seien es Dozenten an Musikschulen und Volkshochschulen, in den Sprachenzentren der Hochschulen oder in den Integrationskursen für geflüchtete Menschen.

    Diese akademisch gebildeten Lehrkräfte müssen sich von Honorarjob zu Honorarjob hangeln, und verdienen oft nur halb so viel, wie festangestellte Lehrkräfte mit vergleichbarer Tätigkeit. Am Weltlehrertag haben betroffene Dozenten zu einem kreativen Protest gegen ihre Arbeitsbedingungen aufgerufen.

    Ein Beitrag von Dagmar Bednarek in der rbb-Abendschau vom 5. September 2016.

    Aufruf zur Demonstration