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    Berlin: Eingruppierungstarifvertrag für festangestellte Musikschullehrkräfte

    Berlin: Eingruppierungstarifvertrag für festangestellte Musikschullehrkräfte

    Der ver.di-Landesbezirk Berlin-Brandenburg hat heute mit dem Land Berlin einen Tarifvertrag zur Eingruppierung für die ca. 150 festangestellten Musikschullehrerinnen/-lehrer abgeschlossen.

    Nach der Paraphierung des Tarifvertrags zur Eingruppierung | ver.di Fachgruppe Musik Berlin/Brandenburg Nina Redlich Nach der Paraphierung des Tarifvertrags  – 3.v.l. Astrid Westhoff (ver.di-Verhandlungsführerin), 4.v.l. Staatsekretär Klaus Feiler (Senatsverwaltung für Finanzen), 5.v.l. Stefan Gretsch (Bundesfachgruppenvorsitzender Musik)

    Jahrzehntelang gab es für Lehrkräfte an Musikschulen des Landes Berlin keinen Tarifvertrag, der regelte, welche Tätigkeit wie zu bewerten ist und welche Entgeltgruppe dafür den Betroffenen zusteht. Damit fehlte ein wesentlicher Bestandteil eines vollständigen Tarifwerkes. Das Land Berlin konnte durch einseitige Richtlinien die Entgeltgruppe und damit auch die Monatsvergütung festlegen.

    »Im Laufe der Verhandlungen hatte das Land Berlin sogar eine Reihe von Verschlechterungen des Status Quo vorgeschlagen, aber das ist vom Tisch. Die Grundeingruppierung wird bei der Entgeltgruppe 9 bleiben, aber es gibt jetzt mehr und leichtere Wege in höhere Entgeltgruppen. Die Tatsache, dass es jetzt nach zweijährigen Verhandlungen überhaupt einen Tarifvertrag gibt, ist ein kleiner historischer Durchbruch«, so Astrid Westhoff, ver.di-Tarifkoordinatorin.

    Mit dem Tarifvertrag konnten viele Detailverbesserungen erreicht werden; unter anderem gibt es jetzt auch abhängig von der Zahl der zu unterrichtenden Schülerinnen/Schüler Höhergruppierungsmöglichkeiten.

    ver.di wird zum Tarifergebnis eine Mitgliederabstimmung durchführen. Der Tarifvertrag steht deshalb noch unter Gremienvorbehalt. Er soll ab 1. Juni 2016 in Kraft treten und eine Mindestlaufzeit bis zum 30. Juni 2019 haben.

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    zur ver.di-Pressemeldung
    des Landesbezirks Berlin/Brandenburg vom 3. Mai 2016.