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    Tarifverhandlungen beginnen

    Tarifverhandlungen beginnen

    Aufnahme von Tarifverhandlungen
    für die Berliner Honorarmusikschullehrerinnen/-lehrer

    Berlin, 22. Mai 2017: Laut Koalitionsvereinbarungen und Richtlinien zur Berliner Politik für die laufende Legislaturperiode des Berliner Senats soll die soziale Situation der Honorarkräfte (arbeitnehmerähnliche) Musikschullehrerinnen und Musikschullehrer an den bezirklichen Musikschulen des Landes Berlin durch einen Tarifvertrag nach § 12a Tarifvertragsgesetz deutlich verbessert werden.

    Zu diesen Tarifverhandlungen haben mit Schreiben vom 19. Mai 2017 die Gewerkschaft ver.di als auch die Deutsche Orchestervereinigung (DOV) e.V. den Berliner Kultursenator Dr. Klaus Lederer aufgefordert. Die Gewerkschaft ver.di Berlin-Brandenburg und die DOV e.V. hat dazu eine gemeinsame Tarif- und Verhandlungskommission gebildet. Die Gewerkschaften hoffen, dass die Verhandlungen zügig vorankommen.

    Einige wesentlichen Eckpunkte des Tarifvertrages sind u. a. unbefristete Dienstverträge, grundsätzlicher Unterrichtsumfang von 30 Unterrichtsstunden/Woche, bezahlte Urlaubs-(Ferien-)zeiten, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, Honorarsätze je nach Aufwand und Belastung zwischen 33,47 Euro Einstiegsgehalt Einzelunterricht bis zu 50,74 Euro für Schulkooperation/EMP mit Gruppengröße ab 16 Schüler nach sechsjähriger Tätigkeit.

    Andreas Köhn, ver.di-Verhandlungsführer: »Wenn die Berliner Regierungskoalition es mit der sozialen Verbesserung für bisher noch über 90 Prozent der Berliner Musikschullehrer ernst meint, sollten diese tariflichen Rahmenbedingungen eine gute Verhandlungsgrundlage sein.«

    Ein Streitpunkt zwischen Senatsverwaltung für Finanzen einerseits und Senatsverwaltung für Kultur, als auch den Fachverbänden und ver.di ist die Zahl der 20 Prozent Umwandlung in Festanstellung von Musikschullehrern. Für die Senatsverwaltung für Finanzen wären es nur 107 Stellen, bei korrekter Berechnung aber tatsächlich 184 Stellen. (Siehe ver.di Presseerklärung 74/17 vom 7. April 2017 und Aktionsseite des www.landesmusikrat-berlin.de).

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    Weiter Informationen auch unter http://musik.verdi.de/regional/berlin-brandenburg, dort auch unter Dokumente die derzeit geltenden AV des Senats.