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    Lösung im Tarifkonflikt angestrebt

    Lösung im Tarifkonflikt angestrebt

    Berlin: Tarifvertrag Musikschulen soll sich am kommunalen Tarifrecht orientieren

    Demonstration der ver.di-Fachgruppe Musik Berlin-Brandenburg am 2. November 2013 Christian von Polentz | transitfoto.de Berlin, 2. November 2013  – Bild 1

    Wie die Eingruppierung der Musikschullehrkräfte erfolgt, ist im aktuellen Tarifkonflikt noch nicht ausgehandelt. Für ver.di ist aber auch die Umsetzung der tariflich vereinbarten Wochenarbeitszeit in Unterrichtsverpflichtungen ein wichtiger Aspekt, Urlaubsregelungen gehören dazu.

    ver.di-Tarifkoordinatorin Astrid Westhoff übermittelte dem Senat als Verhandlungspartner einen Entwurf für einen Tarifvertragstext zum Thema Unterrichtsverpflichtung. Dieser orientiert sich am kommunalen Tarifrecht nach TVöD und nimmt Aspekte der beim Land existierenden Richtlinien auf.

    Ein Tarifvertrag zur Eingruppierung und zur Unterrichtsstundenverpflichtung sollte als einheitlicher Vertrag zwischen dem Land Berlin und ver.di vereinbart werden, so die gewerkschaftliche Auffassung.

    Analog dem Vorbild im kommunalen Tarifrecht sollte er sich jeweils auf Vorschriften des TV-L und die Entgeltordnung der Länder beziehen. Danach haben vollbeschäftigte Musikschullehrerinnen und -lehrer im Regelfall eine Unterrichtsverpflichtung von wöchentlich 30 Stunden zu je 45 Minuten.
    Berücksichtigt wird, dass Vor- und Nachbereitung des Unterrichts, Schüler- und Elterngespräche, Teilnahme an Schulkonferenzen und Vorspiel, Mitwirkung an Musikwettbewerben und Musikschulveranstaltungen u.a. hinzukommen.
    Unterrichtsfreie Zeiten, die den Anspruch auf Erholungsurlaub übersteigen, werden beispielsweise durch Erhöhen der Unterrichtsverpflichtung während der Schulzeiten ausgeglichen.
    Für das Wahrnehmen von Leitungsaufgaben im Musikschulbereich muss die Unterrichtsverpflichtung angemessen reduziert werden.

    Zwar war zu Redaktionsschluss des »Sprachrohr« im September 2015 noch kein nächster Verhandlungstermin vereinbart, doch der Senat hat seine Gesprächsbereitschaft signalisiert. »ver.di hofft nun, nach den schon mehrjährigen Verhandlungen Ende 2015, spätestens Anfang 2016 zu einem tragbaren Ergebnis zu kommen«, gibt sich ver.di-Medien-Fachbereichsleiter Andreas Köhn zuversichtlich.

    B.E.

    aus: SPRACHROHR 3/2015