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    ver.di fordert bessere Arbeitsbedingungen für Musikschullehrkräfte

    Musikschulgesetz für Schleswig-Holstein

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) macht vor der Landtagswahl in Schleswig-Holstein auf gravierende Missstände bei den Beschäftigungsverhältnissen an öffentlichen Musikschulen in Schleswig-Holstein aufmerksam.

    So sind an den 21 öffentlichen Musikschulen im Land von gesamt rund 1.200 Lehrkräften über 800 ohne Sozialversicherung und Tarifrechte als Honorarkräfte beschäftigt. Die Vergütungen sind niedrig, viele Honorarkräfte erhalten nur rund 20 Euro pro Unterrichtsstunde vor Steuern und müssen davon ihre soziale Absicherung weitgehend finanzieren. Altersarmut ist für die meisten vorprogrammiert.

    »Selbst bei den Lehrkräften mit fester Anstellung liegt die Bezahlung häufig deutlich unter Tarif, obwohl unsere hochqualifizierten Lehrkräfte mit großem Einsatz in wachsenden Arbeitsfeldern wichtige und hervorragende Arbeit leisten,« sagt Natalie Kaufmann, Betriebsratsvorsitzende der Musikschule der Stadt Pinneberg e.V.

    Hier muss dringend gegengesteuert werden. ver.di fordert größere Unterstützung der Schulen durch die Landesregierung. Bundesweit bildet Schleswig-Holstein bei der Förderung der Musikschulen durch das Land mit das Schlusslicht. Hingegen sind auch aus Gründen der Refinanzierung die Gebühren und Beiträge, die Eltern bzw. Schüler zu entrichten haben, verhältnismäßig hoch.

    »Wir brauchen ein Musikschulgesetz für das Land, in dem die flächendeckende musikalische Grundbildung sowie die Verzahnung mit Allgemeinbildenden Schulen und Kitas verankert und die stärkere finanzielle Ausstattung durch das Land verankert wird,« fordert Peter Lohse von der Kreismusikschule Plön.

    Mit einem Positionspapier hat ver.di alle im Landtag vertretenen Parteien aufgefordert, in der neuen Legislaturperiode die Situation zügig zu verbessern.

    FG Musik ver.di-Nord

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    der ver.di-Nord vom 4. April 2017