Nachrichten

    Berlin, 1. Mai vor dem Brandenburger Tor

    Berlin, 1. Mai vor dem Brandenburger Tor

    20 Prozent Festanstellungen sind 184 neue Vollzeitstellen!

    Vertreterinnen und Vertreter von Musikschulen, Fachverbänden und Bezirken demonstrierten vereint für die Umsetzung Ihrer Forderungen

    Fachgruppe Musik der ver.di Berlin/Brandenburg LMR Berlin Berlin, 1. Mai 2017  – Auf der Bühne sprach Bezirksstadträtin Juliane Witt


    Die Ansprache der Kollegin Juliane Witt
    auf der Kundgebung am Brandenburger Tor kann hier nachlesesen werden.

    Der neue rot-rot-grüne Senat ist der erste, der sich laut Koalitionsvertrag eine qualitative und strukturelle Verbesserung der Berliner Musikschulen zum Ziel gesetzt hat, u.a. durch Festanstellung von mindestens
    20 Prozent Musikschullehrkräften.

    Aktuelle Probleme bei der Umsetzung sind jedoch die folgenden:

    1. Die Senatsfinanzverwaltung errechnete bislang nur 105 zusätzlich notwendige VZÄs (=Vollzeitäquivalente), um die Marke von 20 Prozent zu erreichen. Eine von allen Berliner Bezirksämtern unterstützte Berechnung der AG-Musikschulleiterinnen/-leiter sieht für eine qualifizierte Umsetzung zutreffend jedoch mindestens 184 neue Vollzeitäquivalente vor.
      Strittig ist die hier Berücksichtigung der zur qualifizierten Organisation des Unterrichts notwendigen Abminderungsstunden für Funktionstätigkeiten (Musikschulleitung, Stellvertretung, Fachgruppenleitung, Zweigstellenleitung).
        
    2. Ein weiteres Problem ist die bisher geplante Art der Zuweisung der zusätzlichen Mittel über die Globalsummenzuweisung an die Bezirke, da hier durch die Zwänge der Kostenleistungsrechnung Verwerfungen zu erwarten sind und die Gefahr einer zwangsläufigen Output-Reduzierung droht.
      Im Klartext: Im schlimmsten Fall müssten Honorarlehrkräfte entlassen und das Unterrichtsangebot reduziert werden. Um das zu vermeiden, wäre die zweckgebundene Direktzuweisung der zusätzlichen Mittel zielführender.

    Der Landesmusikrat Berlin fordert daher:

    • Mittel-Zuweisung an die Bezirke für 184 zusätzliche Vollzeitäquivalente im Bereich der Musikschulen.
    • Direkte Zuweisung der Mittel, um sicherzustellen, dass die Umsetzung der Forderung »mindestens 20 Prozent Festanstellungen für Musikschullehrerinnen/-lehrer« nicht zu einer Reduktion des Unterrichtsangebotes an Berliner Musikschulen und zur Entlassung von Honorarlehrkräften führt.

    Für die Forderungen des Landesmusikrates demonstrierte am 1. Mai ein breites Bündnis aus Musikschulleiterinnen/-leiter, Musikschullehrerinnen/-lehrer, ver.di-Mitgliedern, Politikerinnen/Politiker und Vertreterinnen/Vertreter der Bezirke. Für die Sache der Musikschullehrerinnen/-lehrer auf der Bühne sprach Bezirksstadträtin Juliane Witt.

    Zahlreiche Besucherinnen/Besucher unterstützten die Forderung zudem durch Aktionsbilder. Die Aktionspostkarte kann auf der Webseite des Landesmusikrates heruntergeladen werden:

     

    Die Presseinformation das Landesmusikrats Berlin vom 2. Mai 2017 kann als pdf-Datei hier geladen werden: