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    Angemessen an Erlösen aus Online-Verwertung beteiligen!

    Angemessen an Erlösen aus Online-Verwertung beteiligen!

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    Budapester Erklärung vom 21. November 2014: Ausübende Künstlerinnen und Künstler setzen sich gemeinsam für ihren anteiligen Betrag aus Einnahmen ein

    Online-Musikdienste haben zwar zu einem Wandel in der Musikbranche geführt, aber ausübende Künstlerinnen/Künstler erhalten nicht ihren anteiligen Betrag aus den daraus entstehenden Einnahmen. Die moderne Gesetzgebung räumt ausübenden Künstlerninnen/Künstlern das Recht ein, die Verfügbarmachung ihrer Darbietungen im Internet oder auf anderen Netzwerken zu gestatten und für eine solche Nutzung eine Vergütung zu erhalten.

    Die Vergütung ausübender Künstler für die Nutzung ihres Beitrags sollte, anteilig an seinem Wert und in Ausgleich mit anderen Mitwirkenden, gerecht sein. Eine Verteilung der Online-Einnahmen von 50:50 mit den Tonträgerproduzenten erfüllt sicher diese Kriterien. Gegenwärtig ist dies jedoch keineswegs der Fall. Der Anteil, den ausübende Künstlerinnen/Künstler erhalten, ist weder gerecht, noch anteilig an seinem Wert noch gegenüber anderen Mitwirkenden ausgewogen.

    Dafür muss eine Lösung gefunden werden. Neue Rahmenbedingungen muss man sich vorstellen und sich dafür einsetzen, um ein Umfeld zu schaffen, das gegenüber ausübenden Künstlerninnen/Künstlern, auch gegenüber den Verbrauchern, so gerecht wie gegenüber den anderen Betroffenen ist.

    Zu diesem Zweck appellieren die Teilnehmerinnen/Teilnehmer der FIM-Konferenz über Online-Musik, die von 20. bis 21. November 2014 in Budapest stattfand, an ausübende Künstlerinnen/Künstler und deren Vertreter, damit diese sie unterstützen mögen und somit die größtmögliche Koalition von Künstlerninnen/Künstlern zu schaffen, um eine gerechte, anteilige und ausgewogene Vergütung für die Online-Nutzung ihrer Darbietungen durch alle, von ihrer Gemeinschaft unterstützten Möglichkeiten, zu erreichen.

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    FIM-Konferenz

    Am 20. und 21. November 2014 hat in Budapest eine internationale Konferenz zur angemessenen Beteiligung von Künstlerinnen und Künstlern aus Online-Nutzungen und insbesondere aus Streaming stattgefunden.
    Über 100 Teilnehmer aus Europa, des USA und Canada, Vertreter von Spotify, Herstellerverbänden, Verwertungsgesellschaften, Gewerkschaften und Verbänden diskutieren Verwertungs-, Nutzungs- und Vergütungsfragen vor dem Hintergrund immer stärkerer Online-, Download- und Streaming-Nutzungen. Aus Deutschland waren auch die DOV und die GVL vertreten.