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    Viele sehen ihre Existenz bedroht

    Viele sehen ihre Existenz bedroht

    Lehrbeauftragte an bayerischen Musikhochschulen streiken zwei Wochen im November 2017

    Ab Mitte November wollen die Lehrbeauftragten an Musikhochschulen für zwei Wochen in ganz Bayern streiken. Viele sehen ihre Existenz bedroht, weil die Universitätsverwaltungen gerade prüfen, ob arbeitsrechtliche Vorschriften eingehalten werden. Zum Streikauftakt in München wollen die Lehrbeauftragten am 13. November 2017 mit ihren Instrumenten in einem Demonstrationszug von der Arcisstraße vor den Landtag ziehen.

    Lehraufträge müssen laut Gesetz Nebenjob sein.
    Konkret bedeutet das: Ein Lehrbeauftragter darf maximal neun Stunden pro Woche unterrichten. Allerdings ist mehr als die Hälfte der 900 Honorarlehrkräfte an Musikhochschulen in Bayern einer Umfrage zufolge existenziell von den Lehraufträgen abhängig. Die Hochschulen erfassen auch, ob ihre Dozentinnen/Dozenten an weiteren Lehreinrichtungen tätig sind und damit die zulässige Stundenzahl überschreiten.

    Logo der Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen bklm

    Ulrike Höfer, Sprecherin der Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen (bklm), wandte sich an den Rechnungshof und an Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle (CSU). Sie betonte, dass es richtig sei, die geltenden Vorschriften einzuhalten. Der Staat habe die gängige Praxis zu lange toleriert und davon profitiert, dass Lehrbeauftragte Stundenzahlen über den gesetzlichen Vorgaben übernahmen. Regierung und Hochschulen trügen eine soziale Verantwortung für die Dozenten.

    Die DOV kooperiert mit der bklm.

    Zur Pressemeldung der DOV vom 16. Oktober 2017

    Zur Pressemeldung der DOV