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    Protest vor dem SPD-Parteitag in Berlin

    Protest vor dem SPD-Parteitag in Berlin

    Berliner Musikschullehrerinnen und Musikschullehrer haben am 17. Mai 2014 die Delegierten des SPD-Landesparteitages am Tagungsort empfangen und sie aufgefordert, den Parteitagsbeschluss vom 9. Juni 2012 umzusetzen und die sozialdemokratischen Senatoren in die Pflicht zu nehmen. Die SPD-Delegierten hatten am 9. Juni 2012 beschlossen, dass sich die sozialdemokratischen Mitglieder des Berliner Senats dafür einsetzen, dass deutlich mehr Musikschullehrkräfte in festen Stellen beschäftigt werden und ein Tarifvertrag für arbeitnehmerähnliche Lehrkräfte abgeschlossen wird.

    Berlin, 17. Mai 2014 | Vor dem SPD-Landesparteitag protestieren Musikschullehrkräfte | ver.di Fachgruppe Musik Berlin/Brandenburg Christian von Polentz | transitfoto.de Berlin, 17. Mai 2014  – Vor dem SPD-Landesparteitag

    Das vor dem Hintergrund, dass mehr als 90 Prozent der Lehrkräfte an den öffentlichen Musikschulen in Berlin Honorarkräfte sind, die für die gleiche Arbeit bedeutend weniger Geld als ihre angestellten Kolleginnen und Kollegen erhalten, die weder einen gesetzlichen noch einen tarifvertraglichen Kündigungsschutz haben, die bei Krankheit keinen bzw. keinen ausreichenden finanziellen Ausgleich erhalten und keine Beschäftigungssicherung haben. Der Mutterschutz gilt für freiberufliche Musikschullehrerinnen nicht.

    Eine Verbesserung dieser Situation kann nur durch mehr angestellte Lehrkräfte an Musikschulen und durch einen Tarifvertrag für die verbleibenden Honorarkräfte erreicht werden.

    Ein erster Schritt in Richtung Verbesserung der Situation war die Gewährung von 2,5 Millionen Euro pro Jahr im Doppelhaushalt 2014/2015 zusätzlich für die Berliner Musikschulen durch das Berliner Abgeordnetenhaus. Allerdings ist dieser nicht wirksam geworden. Das Geld ist in den Musikschulen bisher nicht angekommen.

    Die Musikschullehrerinnen und Musikschullehrer fordern von den Delegierten die Umsetzung des Parteitagsbeschlusses vom 9. Juni 2012, mehr feste Stellen und einen Tarifvertrag für arbeitnehmerähnliche Honorarkräfte an Musikschulen.