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    TV-L: Tarifergebnis erzielt

    TV-L: Tarifergebnis erzielt

    Im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst der Länder haben die Tarifparteien in der vierten Verhandlungsrunde am 28. März 2015 ein Ergebnis erzielt.

    ver.di-Pressemeldung vom 28. März 2015 ver.di Pressemeldung  – vom 28. März 2015

    In der vierten Verhandlungsrunde TV-L zwischen ver.di und der TdL konnte am Abend des 28. März 2015 ein Ergebnis erzielt werden. Es konnten Entgeltsteigerungen mit einer Wirkung von 4,83 Prozent im Durchschnitt über die Laufzeit des Tarifvertrages erreicht werden. Es konnten Eingriffe ins Leistungsrecht der VBL verhindert werden, allerdings wurde als Kompensation der finanziellen Probleme der VBL die Erhöhung der Arbeitnehmerbeiträge vereinbart.

    Der Geltungsbereich des TV-L wird für Beschäftigte an Theatern und Bühnen so verändert, dass technische Theaterbeschäftigte, die einzelarbeitsvertraglich eine überwiegend künstlerische Tätigkeit vereinbart haben, nicht mehr vom Geltungsbereich des TV-L ausgenommen werden können.

    Entgelt

    Die Entgelte steigen zum

    • 1. März 2015 um 2,1 Prozent,
    • 1. März 2016 um weitere 2,3 Prozent, mindestens aber
      um 75 Euro.

    Auszubildende

    • Die Ausbildungsentgelte steigen zu den gleichen Zeitpunkten um jeweils 30 Euro.
    • Die bisherige Übernahmeregelung wird für die Laufzeit des TV fortgeschrieben.
    • Der Urlaubsanspruch der Auszubildenden erhöht sich um  einen Tag auf 28 Urlaubstage

    Tarifgebiet Ost

    • Die Jahressonderzahlung für das Tarifgebiet Ost wird in den kommenden 5 Jahren auf des Westniveau angeglichen.

    Altersvorsorge – VBL

    Als Ausgleich für die Finanzierungsschwierigkeiten der VBL werden durch eine Erhöhung der Beiträge gegenfinanziert.
    Für den Arbeitnehmerbeitrag bedeutet dies folgende Erhöhung:

    VBL Ost

    • ab dem 1. Juli 2015 von 2 Prozent auf 2,75 Prozent,
    • ab dem 1. Juli 2016 von 2,75 Prozent auf 3,5 Prozent,
    • ab dem 1. Juli 2017 von 3,5 Prozent auf 4,25 Prozent.

    VBL West

    • zu den gleichen Zeitpunkten eine Einführung eines Arbeitnehmerbeitrags in Höhe von 0,2 Prozent, 0,1 Prozent und 0,1Prozent.

    Sachgrundlose Befristungen

    • Nach abgeschlossenem IAB-Gutachten zur Befristungssituation im öffentlichen Dienst wird es diesbezüglich separate Gespräche mit der TdL geben.

    Theater und Bühnen

    • Der Geltungsbereich des TV-L wird so verändert, dass auch Beschäftigte mit einer arbeitsvertraglich vereinbarten überwiegend künstlerischen Tätigkeit nicht vom Geltungsbereich des TV-L ausgenommen werden. Dies geschieht analog zu den Regelungen im TVöD.

    Tarifpflege

    • Mit der TdL sind regelmäßige Gespräche zur Tarifpflege vereinbart worden, um Änderungsnotwendigkeiten im TV –L zu besprechen.

    Die Bundestarifkommission öffentlicher Dienst empfiehlt mehrheitlich die Annahme des Tarifergebnisses.

    Jetzt haben die Mitglieder das Wort. Erst nach der Mitgliederbefragung wird die Bundestarifkommission letztendlich über das Tarifergebnis entscheiden.

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    zur ver.di-Medieninformation
    Die Tarifinformation 04/2015 der Fachgruppe Theater+Bühnen der ver.di vom 28. März 2015 ist als pdf-Datei hier eingestellt.