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    Prekäre Beschäftigung an der MS Hildesheim beenden

    Prekäre Beschäftigung an der MS Hildesheim beenden

    Mit Nachdruck erneuert die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ihre Forderung nach dem Ende der strukturellen Unterfinanzierung der Musikschule Hildesheim. Lutz Kokemüller, Landesfachbereichsleiter Medien, Kunst und Industrie: »Immer mehr Beschäftigte sind inzwischen prekär beschäftigt – das muss ein Ende haben!«

    Seit Jahren leide die Musikschule Hildesheim unter einer strukturellen Unterfinanzierung seitens der Hildesheimer Politik. Der Kreis sei völlig aus der Finanzierung vollständig ausgestiegen, und die Stadt kürze seit Jahren die Zuschüsse. »Das hat unter anderem dazu geführt, dass die Beschäftigten Kürzungen ihrer Einkommen hinnehmen mussten und von der allgemeinen Einkommensentwicklung abgekoppelt sind. Die Zahl der prekär Beschäftigen hat überproportional zugenommen«, so Kokemüller. Dieser Zustand müsse endlich ein Ende haben.

    Nach Auffassung von ver.di habe die Musikschule als Bildungseinrichtung einen besonders wichtigen kulturpolitischen und sozialen Auftrag. Sie sei fest im Leben der Stadt und des Landeskreises verankert. Kokemüller: »Wir fordern deshalb die Verantwortlichen auf, dafür einzustehen, dass die Musikschule ihren Bildungsauftrag jenseits von rein marktwirtschaftlichen Rahmenbedingungen erfüllen kann.« Kulturelle Tätigkeit gehöre genauso zur Daseinsvorsorge wie Hilfe zum Lebensunterhalt, Wohngeld und Anderes. »Es gibt keinen sachlichen Grund, die Beschäftigten der Musikschule weiterhin schlechter zu stellen als die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes. Wir fordern die Gleichstellung und Sicherstellung der Teilhabe an der allgemeinen Einkommensentwicklung der im öffentlichen Dienst Beschäftigten und damit ein Ende der prekären Beschäftigungsverhältnisse«, unterstreicht der Gewerkschafter.

    Musikschule Hildesheim

    Fachgruppe Musik der ver.di Niedersachsen/Bremen
    Foto/Grafik: MS Hildesheim

    zur ver.di-Pressemeldung
    des Landesbezirks Niedersachsen/Bremen
    vom 23. März 2018.