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    Nochmal unsere Forderung:

    Nochmal unsere Forderung:

    SPD-Parteitagsbeschluss umsetzen und sozialdemokratische Senatoren in die Pflicht nehmen!

    Aktion am 2. November 2013 in Berlin
    zum Landesparteitag der SPD
    im Berliner Congress-Center

    Demonstration der ver.di-Fachgruppe Musik Berlin-Brandenburg am 2. November 2013 Christian von Polentz | transitfoto.de Berlin, 2. November 2013  – Bild 1

    Mit mehr als 90 Prozent freier Lehrkräfte an den öffentlichen Musikschulen ist Berlin negativer Rekordhalter in der Bundesrepublik, denn in allen anderen Bundesländern sind weit mehr als die Hälfte der Musikschullehrerinnen und -lehrer im pädagogischen Bereich Angestellte der Kommune bzw. des Landes mit der entsprechenden gesetzlichen bzw. tarifvertraglich geregelten sozialen Absicherung.

    Demonstration der ver.di-Fachgruppe Musik Berlin-Brandenburg am 2. November 2013 Christian von Polentz | transitfoto.de Berlin, 2. November 2013  – Bild 2

    Mehr als 90 Prozent der Berliner Musikschullehrkräfte genießen in Berlin deshalb keinen arbeitsrechtlichen Schutz.

    • Sie erhalten für die gleiche Arbeit bedeutend weniger Geld als ihre angestellten Kolleginnen und Kollegen.
    • Sie haben weder einen gesetzlichen noch einen tarifvertraglichen Kündigungsschutz.
    • Sie erhalten bei Krankheit keinen bzw. keinen ausreichenden finanziellen Ausgleich.
    • Sie haben keine Beschäftigungssicherung.
    • Das Mutterschutzgesetz gilt für freie Musikschullehrerinnen nicht.
    Demonstration der ver.di-Fachgruppe Musik Berlin-Brandenburg am 2. November 2013 Christian von Polentz | transitfoto.de Berlin, 2. November 2013  – Bild 3

    Deshalb hatte der SPD-Parteitag am 9. Juni 2012 beschlossen, dass sich die sozialdemokratischen Mitglieder des Berliner Senats dafür einsetzen, dass deutlich mehr Musikschullehrer in festen Stellen beschäftigt werden und ein Tarifvertrag für arbeitnehmerähnliche Lehrkräfte abgeschlossen wird.

    Dieser Beschluss wurde nicht umgesetzt. Stattdessen wurde die bereits prekäre Situation der Musikschullehrkräfte mit dem Inkrafttreten der Ausführungsvorschriften über Honorare an Musikschulen zum 1. August 2012 noch verschärft:

    • durch den Wegfall von Monatshonoraren
    • durch den bürokratischen Aufwand der Einzelstundenabrechnung, der nicht vergütet wird und
    • durch eine im schlechtesten Fall um 19 Monate verzögerte Anpassung der Honorare an tarifliche Entgelterhöhungen für die Angestellten des Landes Berlin.

    Schluss damit!
    Handeln Sie!
    Sorgen Sie dafür, dass der Beschluss vom 9. Juni 2012 keine leere Versprechung bleibt.

    Feste Stellen und Tarifvertrag für freie Musikschullehrerinnen und Musikschullehrer jetzt!

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    Das Flugblatt der Fachgruppe Musik Berlin-Brandenburg zur Demonstration am 2. November 2013 kann als pdf-Datei hier geladen werden.