Nachrichten

    Musikschulerfolge: Auf dem Rücken der Lehrkräfte erwirtschaftet

    Musikschulerfolge: Auf dem Rücken der Lehrkräfte erwirtschaftet

    Demonstration der ver.di-Fachgruppe Musik Berlin-Brandenburg am 2. November 2013 Christian von Polentz | transitfoto.de Berlin, 2. November 2013  – Bild 1

    Zum Jahreswechsel 2014/15 hat die Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport ihren »Zweiten Leistungs- und Qualitätsentwicklungsbericht, Berliner Musikschulen« vorgelegt. Der Betrachtungszeitraum umfasst die Jahre 2007 bis 2011, die Senatsverwaltung für Bildung hat sich also rund drei Jahre Zeit gelassen.

    Zum ersten Bericht hatte die Fachgruppe Musik noch ausführlich Stellung genommen. Eine Stellungnahme zum zweiten Bericht hält sie allerdings für obsolet, weil sich zum einen auch nach 2006 an der Grundsatzproblematik nichts geändert hat: Sämtliche Erfolge hinsichtlich der Kostendeckung und des Versorgungsgrades der Bevölkerung mit Musikschulangeboten werden unverändert auf dem Rücken der Lehrkräfte erwirtschaftet. Die Honorarkräfte geraten mehr und mehr ins Prekariat, die Angestellten werden mit zusätzlichen Aufgaben beladen, ohne angemessene Ausgleiche durch bessere Eingruppierung oder wenigstens zeitliche Entlastung zu erhalten.

    Hinzu kommt, dass die weitreichenden Auswirkungen der 2012 verfassten neuen Ausführungsvorschriften, die alles auf den Kopf gestellt haben, seitens der Senatsverwaltung nicht berichtet werden. Dies wäre zumindest in Form einer ausführlichen Ergänzung über den offiziellen Berichtszeitraum hinaus zu erwarten gewesen.

    Aus
    SPRACHROHR 2/2015 vom Juni 2015
    der ver.di Berlin/Brandenburg