Kurkapellen

    Tarifvertrag für Kurkapellen

    Tarifvertrag für Mitglieder von Kurkapellen

    Der Tarifvertrag für Mitglieder von Kurkapellen vom 14. Februar 2008 ist von ver.di mit dem Deutschen Heilbäderverband e.V. abgeschlossen für die Jahre 2008 bis 2010.

    Die wichtigsten Eckpunkte des Tarifvertrages sind:

    • Jeweils zum 1. Januar für die Jahre 2008 bis einschließlich 2010 erfolgt eine lineare Erhöhung der Vergütungen um 1,5 %.
      Dies allerdings ohne jegliche materiellen Gegenleistungen im MTV Recht.

    • Erhöhung der seit 1996 eingefrorenen Zuwendung auf 90 % und volle Dynamik in Bezug auf diese und zukünftige Tariferhöhungen.

    • Abweichend vom öffentlichen Dienst bleibt das zusätzliche Urlaubsgeld in Höhe von 240,00 Euro erhalten. Zuwendung und Urlaubsgeld betragen daher zusammen mehr als 100 % einer Monatsvergütung.

    • 100 % Anpassung der Tarifgebiete Ost und West (SR Ost wurden gestrichen).

    • Begrenzung der beschäftigungsfreien Sonntage gemäß § 12 Abs. 1 ArbZG auf 8 Sonntage.

    • Einführung einer automatischen Altersgrenze zum 1. Januar 2010 (bisher nicht geregelt), auf die allerdings schriftlich und unverzüglich bei Vertragsabschluss vom Arbeitgeber hingewiesen werden muss, da ansonsten diese Regelung keine Wirkung entfaltet. Der 1. Januar 2010 wurde gewählt, um jegliche »Überraschung« von vorhandenen Beschäftigten auszuschließen.

    • Das gesamte Mantelrecht (Urfassung aus 1996) wurde redaktionell überarbeitet und die Änderungstarifverträge der letzten Jahre entsprechend eingearbeitet.

    • Alle DM-Beträge wurden aufgerundet in Eurobeträge umgerechnet, wobei die Instrumentengelder rückwirkend um die seit 1996 im öffentlichen Dienst vollzogenen linearen Tariferhöhungen nachträglich erhöht wurden.

    • Die noch aus der RVO stammende tarifliche Entgeltfortzahlung wurde an das neue EFG angepasst, allerdings ohne die 4-wöchige Wartefrist für neu eingestellte. Darüber hinaus sind alle ständigen und unständigen Entgeltbestandteile als Berechnungsgrundlage zu berücksichtigen.

    • Teilzeitbeschäftigte erhalten prozentual eine höhere Vergütung als Vollzeitbeschäftigte. Dadurch Sicherung eines tariflichen Mindesteinkommens.

    • Tarifliche Öffnung für übertarifliche Leistungszulagen bzw. Leistungsprämien.

    • Tarifliche Absicherung von Mindestvergütungen von bisher frei verhandelbaren Vergütungsbestandteilen (wie z. B. Dirigierzulage, Vergütungen für Kapellmeister bzw. Kapellenleiter, für Konzertmeister, Pianisten, Organisten und Harfenisten).

    • Darüber hinaus ist es wiederum gelungen, die tarifliche Nachbindung (siehe § 31 Ziffer 2) zu vereinbaren.

    Der Tarifvertrag vom 14. Februar 2008 kann als pdf-Datei hier geladen werden.